Schneller wachsen als der Rest

So nutzen offensive Anleger ihre Chancen smarter

Weshalb offensive Anleger jetzt defensiv besser aufgestellt sind

Offensive Anleger sind keine Spieler. Sicher, von ihren Kapitalanlagen erwarten sie eine überdurchschnittliche Rendite und sind dafür auch bereit, kurz und mittelfristig gewisse Kursrisiken in Kauf zu nehmen. Langfristig wollen sie ihren Status und das Erreichte jedoch auf keinen Fall fahrlässig preisgeben. Deshalb setzen offensive Anleger voll auf Angriff, aber nie alles auf eine Karte. Sicherheit trotz Wachstum ist ihre oberste Devise. Eine Strategie, welche dann am besten funktioniert, wenn man nichts dem Zufall überlässt und durch das stabilisierende Kerninvestment nicht ausgebremst wird. Smarte Lösungen machen das inzwischen möglich.

“ Offensive Anleger streben einen überdurchschnittlichen Erfolg mit Ihren Kapitalanlagen an. Sie sind bereit mit Ihren Investments etwas zu wagen, ohne dabei gleich alles zu riskieren.”

 

konservative Anleger Vermögen

Angriff mit der besten Verteidigung!

Was unterscheidet offensive Anleger von Spekulanten? Offensive Anleger haben etwas zu verlieren. Sie verfügen über genügend Zeit und Geld, um sich ein pralles Aktien-Portfolio leisten zu können, wollen aber nicht, dass sie all das was sie sich soweit aufgebaut haben, durch eine ungestüme, aggressive Wette wieder verlieren. Bei allem Streben nach einer überdurchschnittlichen Rendite ist Ihnen also ihr aktueller Status wichtiger, als das schnelle Geld. Deshalb investieren Sie mit Bedacht: Ihre offensive Strategie basiert auf einer sicheren und stabilen Verteidigung. Diese sorgt dafür, dass ein allfälliger temporärer Absturz in der Wertentwicklung abgefedert und mittelfristig wieder ausgeglichen wird. Richtig eingesetzt, sind solche Kerninvestments in der Lage, unabhängig von eventuellen Zufallserfolgen, eines sichere und lukrative Erfolgsgeschichte zu schreiben.

Wir sind uns bewusst, dass offensive Anleger oft über eine große Erfahrung in der Vermögensverwaltung verfügen können. Kann man einem alten Fuchs noch etwas beibringen? Wir glauben schon: Mit werden Ihnen nachfolgende eine smarte Herangehensweise vorstellen, welche Sie in die Lage versetzen wird, Ihr Vermögen zukünftig einfacher, sicherer, stabiler und mindestens so rentabel bewirtschaftet zu bewirtschaften wie heute. Dass das Ganze steueroptimiert ist, sollte man dabei nicht als Hauptargument betrachten, sondern als nettes Zusatzfeature.

Die Ausgangslage für offensive Anleger

Als offensive Anleger bezeichnen wir Menschen, welche die Bereitschaft zeigen bis zu 100% Ihres Anlagevermögens in Aktien zu bezeichnen. Wir finden in der Fachliteratur verschiedene Bezeichnungen für diese – relativ kleine – Gruppe der Privatanleger: chancenorientierte, risikoaffine, gewinnorientierte, wachstumsorientierte Anleger. Meist steht die Definition, bzw. die Bezeichnung in einem direkten Zusammenhang mit dem politischen oder wirtschaftlichen Standpunkt der Autoren, denn mit der Namensgebung werden immer auch emotionale Botschaften vermittelt. Wir glauben, dass dies weder sinnvoll, noch inhaltlich korrekt ist. Deshalb haben wir uns bewusst für eine sprachlich neutrale Bezeichnung entschieden, welche zudem den Vorteil hat, der effektiven Wahrheit sehr viel näher zu kommen.

Nur eine Minderheit fällt unter die Kategorie “offensive Anleger”

Tatsache ist, dass die überwiegende Mehrheit der Privatanleger eher ängstlich und konservativ agiert. Das trifft nicht alleine auf den Umgang mit Wertschriften zu, sondern gilt für alle Lebensbereiche. Neben den Übervorsichtigen, den Ängstlichen, den Vorsichtigen und Zurückhaltenden gibt es auch immer eine Gruppe von Menschen, welche bereit sind Risiken in Kauf zu nehmen. Nicht aus Lust am Risiko, sondern im Willen das eigene Leben, das persönliche Schicksal selber gestalten zu können. Nicht abwarten und sehen was kommt, sondern aktiv agieren, bestimmen, den Erfolg suchend. Offensiv halt.

Investieren statt anlegen

Offensive Anleger sind keine Spekulanten. Spekulative Anleger sind Spieler, welche ihr Glück suchen und es – je nach Risikobereitschaft – um jeden Preis erzwingen wollen. All in. Offensive Anleger sind im besten Sinne des Wortes Investoren, welche wissen, dass wirtschaftlicher Erfolg das Produkt aus Arbeit und Kapital ist und der Zins – das goldene Kalb der Konservativen – lediglich eine Folgeerscheinung darstellt. Offensive Anleger investieren deshalb nicht über den Umweg einer Anleihe oder eines Termingeldkontos, sondern direkt dort wo Wertschöpfung betrieben wird und wo deshalb die größten Gewinne anfallen. Die einfachste Art an diesen Gewinnen direkt zu partizipieren sind Unternehmensbeteiligungen über Aktien.

Wohl kalkuliertes Risiko

Mit Spekulation hat das nichts zu tun, sondern mit berechnender Logik. Offensive Anleger wollen einen überdurchschnittlichen Ertrag und sind dafür bereit gewisse Risiken einzugehen. Weil sie langfristig denken, weil sie nicht das schnelle, leicht verdiente Geld suchen, müssen sie nicht auf den Zufall spekulieren, sondern können warten, bis sich ihr Erfolg einstellt. Über die Zeit müssen sie eine bessere Performance erzielen, als konservative Anleger, weil deren Zinsen aus den Gewinnen der Unternehmen finanziert werden.

Alleine das wann und wo ist ungewiss. Aus diesem Grunde müssen offensive Anleger ihr Vermögen streuen und bereit sein auch dürre Marktphasen zu überstehen, denn anders als bei Zinsen, sind die Wertsteigerungen von Aktien nicht garantiert.

So sehen typische offensive Anleger aus

Damit sie in der Lage sind Zeiten ohne Erträge oder Gewinne, ja sogar temporärer Verluste zu überstehen, müssen bei offensiven Anlegern gewisse Grundvoraussetzungen erfüllte sein: das investierte Kapital muss über lange Zeit zu Anlagezwecke zur Verfügung stehen. Es muss also genügend Vermögen oder Einkommen zur Verfügung stehen, damit diese Überbrückung überhaupt möglich ist. Gleichzeitig müssen offensive Anleger emotional in der Lage sein, Verluste ohne Anfall von Panik und mit einer gewissen Gelassenheit zu ertragen.

Daraus ergibt sich, dass die Mehrheit der offensiven Anleger über eine erfolgreiche Biographie verfügt. Der klassische risikobewusste Anleger hat ein Durchschnittsalter von 40 – 50 Jahren, was zum bereits einen erfolgreichen Kapitalaufbau zulässt, als auch genügend Zeit bis zum geplanten Entsparprozess im Alter lässt. Mit zunehmendem Alter sinkt nämlich in der Regel die Risikobereitschaft, weil das Kapital normalerweise mindestens zum Teil die Funktion eines Einkommensersatzes übernehmen muss. Verluste können also schwerwiegende Konsequenzen haben.

Wer viel hat, kann ebenso viel verlieren

Schon daraus ergibt sich, dass offensive Anleger keinesfalls bereit sind Ihr Vermögen durch leichtsinnige Spiele zu riskieren. Denn was sie sich in den vergangenen 10 bis 20 Jahren aufgebaut haben, werden sie kaum alles riskieren wollen, nicht zuletzt, weil sie sich nicht sicher sein können, in den verbleibenden Jahren einen Vollverslust wieder ausgleichen zu können. Schon aus diesem Grunde sollte man sie mit Spekulanten oder spekulativen Anlegern nicht in einen Topf werfen.

Offensive Anleger werden vielmehr immer bestrebt sein dem Thema Vermögenssicherung einen angemessenen Platz in ihrer Anlagestrategie beizumessen. Wir wollen Ihnen in der Folge zeigen, wie eine solche Strategie aussehen könnte und wie Sie mit guter Planung und dem Einsatz geeigneter Anlageinstrumente nicht nur Ihre Rendite glätten können, sondern gleichzeitig auch die Sicherheit Ihres Vermögens spürbar erhöhen können.

Entscheidungsgrundlagen schaffen

Wie die meisten Anleger und Sparer haben auch offensive Anleger selten einen konkreten Plan, was die systematische Entwicklung und spätere Nutzung ihres Vermögens anbetrifft. Doch gerade für offensive Anleger hilft eine fundierte Finanzplanung, die persönlichen Grenzen der Risikofähigkeit zu erkennen. Jenseits dieser Grenzen riskiert man die Kontrolle zu verlieren und Verluste zu erleiden, die im Extremfall alles in Frage stellen.

Ein fester Plan hilft nicht nur sich selber zu disziplinieren: Wer sein Geld einem Vermögensverwalter anvertraut – und das dürften im Bereich der chancenorientierten Vermögensverwaltung nicht wenige sein – sollte in der Lage sein klare und verbindliche Aufträge zu formulieren. Diese Verbindlichkeit schützt davor, bei ersten Anfangserfolgen euphorisch zu handeln und dabei den Bogen zu überspannen. Ohne klare Ansage, wird Ihr Vermögensverwalter nicht in die Haftung genommen. Er wird sich im besten Fall darauf konzentrieren mit dem für ihn sichtbaren Teil des Vermögens ein Maximum herauszuholen – und wenn es schief geht, dann geht es eben schief. Er hat Sie ja über die Anlagerisiken informiert. Wenn Sie ihm klar dargestellt haben, welche Risiken sie tragen können, ist er verpflichtet Ihnen in dieser Beziehung zur Seite zu stehen und Sie ggf. auch vor sich selber (zum Beispiel vor einem kleinen euphorischer Anfall von Gier…) zu schützen.

Missverständnisse vermeiden

Denken Sie immer daran, dass Anlageberater und Vermögensverwalter immer auch eigene Ziele verfolgen. Nur durch klare Instruktionen können Sie verhindern, dass „Missverständnisse“ entstehen. Solche „Missverständnisse“ müssen nicht einmal boshafter Natur sein, sondern können auch auf der klassischen kommunikativen Ebene erfolgen: etwa, wenn Sie Begrifflichkeiten verwenden, welche in der Fachterminologie eine andere Bedeutung haben. Zudem herrscht auch in dieser Branche eine gewisse déformation professionnelle. Man ist manchmal einfach nicht mehr in der Lage die Sicht des Kunden einzunehmen und entsprechend zu handeln. Es liegt in der Natur der Sache, dass hier solche Kommunikationsbarrieren zu teuren Erfahrungen für den Anleger führen. Diese kann er vermeiden, wenn er seine Aufträge klar und sauber dokumentiert.

Tipp: Bereiten Sie sich auf ein Gespräch mit einem Anlageberater / Vermögensverwalter sorgfältig vor. Gehen Sie niemals in eine solche Beratung, ohne klare Vorstellung darüber, wie hoch der maximal verkraftbare Verlust in Euro für Sie tragbar ist. Geben Sie diesen Auftrag in schriftlicher ab und bestätigen Sie diese Angaben im Nachgang kurz per Mail.

Haushaltsplan / Budget

Haben Sie eine Vorstellung, wieviel Geld Sie ausgeben und für was? Vermutlich nicht, denn die wenigsten Menschen verfügen über einen Haushaltsplan. Was aber nicht bedeutet, dass ein Budget nicht sinnvoll wäre.

Mit einem Budget können Sie besser planen. Es verhindert, dass Sie in einen finanziellen Engpass kommen, weil Sie sich verschätzt haben. Finanzielle Engpässe sind besonders bei dynamischen Kapitalanlagen ein Risiko. Wenn Sie aus Not zur Unzeit verkaufen müssen, kann das negative Folgen haben, die vermeidbar sind, wenn genügend Reserven vorhanden sind.

Vermögensübersicht
Führen Sie eine Vermögensübersicht. Listen Sie alles auf, was Sie an verwertbaren Vermögen besitzen. Schmuck und Gebrauchsgegenstände (Auto) zählen nicht dazu. Nehmen Sie sich die Zeit, diese Vermögensliste einmal im Jahr zu aktualisieren. Das ist wichtig, weil Sie zum einen sehen, in welche Richtung der Vermögensstand geht und zum andern, um jederzeit eine Idee zu haben, welchen finanziellen Spielraum Sie haben.
Liquiditätszufluss
Wenn Sie mit Ihrem Einkommen sorgsam wirtschaften, haben Sie vermutlich einen Überschuss in Ihrem Haushaltsbudget. Naturgemäß fällt dieser jedoch unregelmäßig an. Genauso wie die Ausgaben Ausschläge nach oben und unten aufweisen dürften. Betrachten Sie also den mutmaßlichen Überschuss im Dreimonatszeitraum. Diesen Betrag brauchen wir dann beim nächsten Punkt.
Liquiditätsreserve
Auf der Basis Ihres Haushaltsplanes können Sie die notwendige Liquiditätsreserve berechnen. Wie hoch diese sein muss, entscheiden Sie selber. In der Regel sind 3 bis 6 Monatskosten (zzgl. Allfällig geplante Investitionen) gemäß Budget ausreichend.

Haben Sie einen kalkulierten Monatsüberschuss, braucht Ihre Liquiditätsreserve natürlich nicht ganz so üppig auszufallen.

Eine Liquiditätsreserve steht für Kapitalanlagen nicht zur Verfügung. Rendite ist hier also völlig unwichtig. Dieses Geld legen Sie darum so an, wie es Ihnen am bequemsten scheint.

Was sind Ihre Ziele?
Welchen Weg Sie bei der Bewirtschaftung Ihres Kapitals gehen können, bestimmt nicht nur der Kapitalmarkt, sondern auch Ihre Ziele. Aus diesen Leiten sich Ihr Zeithorizont und die damit verbundenen Möglichkeiten am Kapitalmarkt ab.

Gerade bei offensiven Anlegern ist es wichtig, dass man Ziele formuliert. Denn Ziele stehen immer in Verbindung mit einem mehr oder weniger klaren Zeithorizont. Diese Perspektive benötigt man immer, wenn Anlageentscheide zu fällen sind, welche über das eigene Girokonto hinausreichen (auch ein Sparkonto hat bekanntlich Kündigungsfristen!). Im Grundsatz gilt die Regel: je höher die angestrebte Rendite, desto wichtiger ist es zu wissen, wie lange man das Geld zur Verfügung hat.

Große Anlageziele in Etappen gliedern

Erschwerend kommt hinzu, dass man selten und ein im Leben hat. Meistens sind es verschiedene Dinge, die parallel neben einander herlaufen. Bei besonders großen Zielen – etwa der Finanzierung des Ruhestandes – kann es sein, dass nicht ein bestimmtes Fälligkeitsdatum bestimmt werden kann. Hier müssen wir in Perioden denken und das Ziel in Etappen, also 3-5 Zeitabschnitte aufteilen.

Erstellen Sie basierend auf Ihren Überlegungen eine Liste mit dem Ziel, dem mutmaßlichen Bedarf und dem wahrscheinlichen Zeitpunkt der Fälligkeit. Bitte denken Sie daran: Sie gehen zwar mit 65 in Rente, aber Sie brauchen dann nicht gleich Ihr ganzes Altersvermögen auf einen Schlag …).

Kleiner Finanzplan
Wenn Sie die Liste erstellt haben, teilen Sie Ihr heute vorhandenes Vermögen auf die einzelnen Ziele auf. Sollte das vorhandene Kapital noch nicht ausreichen, um alle Bedürfnisse abzudecken, müssen Sie natürlich gewisse Prioritäten setzen. Vermutlich macht es Sinn das Notwendige vor dem wünschenswerten zu finanzieren.

Unabhängig, ob Sie diesen kleinen Finanzplan nur für den Aufbau einer offensiven Vermögensstrategie einsetzen oder nicht: Er wird Ihnen einen wertvollen Überblick über Ihre aktuelle und zukünftige finanzielle Situation geben und Sie vor unbedachten Ausgaben warnen. Denn offensivee Anleger sollten nicht nur bei Ihren Kapitalanlagen versuchen Risiko und Ertrag im Gleichgewicht zu halten, sondern auch bei Ihrer Lebensplanung. Ansonsten wäre eine offensive Anlagestrategie sinnlos.

Damit sie sich vorstellen können, wie das Ganze aussehen könnte, haben wir Ihnen hier ein kleines Beispiel vorbereitet.

Wenn Sie diese Liste also erstellt und Ihr Vermögen entsprechend aufgeteilt haben, sehen Sie, dass wir verschiedene Fristigkeiten haben. Diese Fristigkeiten entscheiden über die möglichen Kapitalanlagen.

Tipp: Auch für offensive Anleger sind reservierte Vermögenswerte (inkl. Liquiditätsreserve) unter 3 Jahren von der Vermögensanlage ausgeschlossen. Kosten, Risiko und Ertragschancen stehen in keinem vernünftigen Verhältnis. Auch jenes Kapital, dass wir zwischen 3 und 7 Jahren für Anlagen zur Verfügung haben, wird angesichts der aktuellen Marktlage kaum überdurchschnittliche Renditen erbringen. Das ist aber nicht schlimm, wenn man das restliche Kapital konsequent und zielgerichtet

Kleine Finanzplanung für konservative Anleger
Ziele nicht erreichbar?

Nicht immer reicht das vorhandene Vermögen aus, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Auch darüber schafft ein (kleiner) Finanzplan Klarheit. Und das ist gut so.

Können die avisierten Ziele nicht erreicht werden, gibt es genau drei Möglichkeiten dies zu ändern:

  • Man passt die Ziele den Möglichkeiten an
  • Man sorgt dafür, dass mehr Vermögen aufgebaut wird (mehr sparen, Hinzuverdienst)
  • Man passt sein Anlageverhalten an und sorgt dafür, dass das Vermögen einen höheren Ertrag abwirft. Letzteres muss in vielen Fällen nicht einmal mit einem objektiv höheren Risiko erkauft werden
Bin ich wirklich konservativ …
Bevor Sie sich anderen Anlageformen zuwenden, sollten Sie sich aber noch einmal gründlich Gedanken darüber machen, wie Sie sich als Anleger definieren. Sind Sie tatsächlich ein konservativer Anleger oder neigen Sie lediglich dazu, Risiken aus dem Weg zu gehen.

Wie definieren Sie überhaupt Risiko? Was verstehen Sie überhaupt unter „kein Geld verlieren“?

Die Einstufung ihrer Risikoneigung ist ein wichtiges Kriterium, welches darüber entscheidet, welche Kapitalanlagen zur Verfügung stehen und welche überhaupt kein Thema sind. Wer sich als offensiver Anleger definiert, sollte sich diese Aussage immer im Lichte des schlimmst möglichen Falls betrachten. Was, wenn mein Vermögen in einer Nacht um 40% sinkt?

Risikofähigkeit
Wieviel Risiko sind offensive Anleger bereit zu nehmen? Und überhaupt: wie soll dieses Risiko definiert werden?

Die Definition der Risikofähigkeit hat verschiedene Facetten:

Verluste finanziell verkraften können

Die Fähigkeit Verluste zu verkraften. Oder: Wieviel Geld kann jemand verlieren, ohne dabei einen ernstzunehmenden Schaden (Ziele können nicht mehr erreicht werden) zu erleiden. Je mehr Überschuss Sie in Ihrem kleinen Finanzplan ausweisen, desto kleiner ist – rein materiell betrachtet – dieses Risiko, bzw. desto größer ist Ihre Risikofähigkeit.

Mit Wertschwankungen umgehen können

Daneben ist gibt eine psychische Fähigkeit mit Wertschwankungen umzugehen. Es geht dabei also darum, wie jemand auf Wertschwankungen (nicht zu verwechseln mit Verlusten) während der Anlagephase reagiert. Stellen solche Wertschwankungen eine physische oder psychische Belastung dar, schränkt das die Auswahl der möglichen Anlageinstrumente stark ein. Interessiert sich jemand aber überhaupt nicht für die aktuelle Wertentwicklung, so ist diese Person mental quasi uneingeschränkt Risikofähig. Hier wird das Anlageuniversum nur durch die Bereitschaft eingeschränkt, tatsächlich Verluste einzugehen. Bei offensiven Anlegern ist diese Bereitschaft per Definition nur sehr eingeschränkt vorhanden.

Worüber sich offensive Anleger jedoch Gedanken machen sollten: Gilt die Einschränkung Verluste einzugehen für die einzelne Anlage oder ist sie auf das Gesamtvermögen bezogen?

Beispiel: Ein offensiver Anleger investiert 100.000 € in drei Kapitalanlagen. In Anlage A legt er 10.000 € an, in Anlage B 30.000 € und in Anlage C 60.000 €. Nach einem Jahr muss Anlage A wegen einer Insolvenz ganz abgeschrieben werden. Anlage B notiert bei 35.000 € und Anlage C bei 70.000 €. Insgesamt hat sich das Vermögen also trotz des Totalverlustes aus Anlage A um 5.000 € vermehrt.

Stimmt Ihre Risikoeinstufung tatsächlich?
Wie gehen Sie mit einer solchen Entwicklung um?

Offensive Anleger haben das Ziel durch die geschickte Kombination von Risiko, Stabilität und Ertrag einen ausgeglichenen Verlauf der Vermögensentwicklung zu erreichen. Wenn Sie mit Einzelverlusten nicht umgehen können, fallen sie nicht in die Kategorie „offensive Anleger“, sondern müssen ihr Kapital wie konservative Anleger anlegen. Damit sinkt natürlich auch Ihre Chance auf einen auskömmlichen Ertrag!

Tipp: Gerade als offensiver Anleger / offensive Anlegerin sind oft hin und hergerissen, wenn es um Kapitalanlagen geht. Sie müssen sich damit abfinden, dass es manchmal Gewinn zu bejubeln und manchmal Verluste zu beweinen gibt. Um das ungute Gefühl im Zaume zu halten, empfehlen wir klare obere Verlustgrenzen zu definieren und diese – wenn Sie mit einem Berater / einer Beraterin zusammenarbeiten – schriftlich festzuhalten. In diesem Falle sind geeignete Maßnahmen zu treffen, um diese Verlustbegrenzung auch tatsächlich umzusetzen.

Erben und Schenken
Ist Ihnen Erben und Schenken wichtig? Etwa, weil Sie in einer staatlich nicht sanktionierten Lebenspartnerschaft leben? Dann sollten Sie die Gelegenheit nutzen die Vermögensplanung gleich mit diesem Ziel zu verknüpfen. Hier bieten sich Möglichkeiten, welche sie in den anderen Bereichen nicht wesentlich einschränken – vorausgesetzt, man setzt das Thema konsequent um. Dazu ist es aber notwendig, die Berater darüber zu informieren!

Brauchen offensive Anleger überhaupt Beratung?

Wenn Sie die Grundlagen erarbeitet haben, können Sie sich überlegen, wie die Bewirtschaftung Ihres Vermögens erfolgen soll. Machen Sie die Vermögensverwaltung selber oder macht es Sinn Hilfe beizuziehen. Worauf sollten Sie achten, wenn Sie einen Berater oder eine Beraterin beiziehen?

Reicht das Knowhow?
Der wichtigste Faktor bei der Vermögensverwaltung ist das Wissen, was zu tun ist. Sind Sie dazu selber in der Lage? Verfügen Sie über das notwendige Wissen, den Kapitalmarkt und seine Möglichkeiten zu nutzen, einzuschätzen und zu überwachen?

Hand aufs Herz: Es ist möglich, dass Sie dazu in der Lage sind. Die meisten Anleger sind jedoch mit dieser Aufgabe überfordert. Zahlreiche Studien zeigen, dass die große Mehrheit der Deutschen ungeachtet ihrer Herkunft, ihrer Ausbildung und ihres sozialen Status selbst im Bereich des Basiswissens große Lücken aufweist. Das ist keine Schande. Aber es ist dumm, wenn man sich diesbezüglich etwas vormacht.

Es ist kein Zufall, dass die Opfer der meisten Anlagebetrüger eine akademische Ausbildung genossen haben: Eitle und selbstgefällige Menschen sind schon seit jeher die dankbarsten Opfer für Betrüger.

Wer in die Kategorie „offensive Anleger“ fällt, sollte es sich eine angemessene Beratung leisten können. Es kann kein Zufall sein, wenn sich reiche Menschen mit Beratern umgeben…

Die Gründe einen Berater beizuziehen

Es gibt im Kern sechs Gründe, weshalb offensive Anleger auf die Hilfe von einer Beraterin oder einem Berater zurückgreifen sollten:

  • Ihnen fehlt der Gesamtüberblick
  • Es fehlen eigene Fach- und Sachkenntnisse
  • Es fehlt die notwendige Erfahrung, um den Markt und die Risiken einschätzen zu können
  • Es mangelt am notwendigen Überblick über die Möglichkeiten des Marktes
  • Emotionalität ist ein Risikofaktor
  • Fehlende Zeit

Der Beweggrund für den Beratungsbedarf (oder welche Kombination) entscheidet darüber, welche Form von Beratung / Berater für Ihr Bedürfnis passt.

Wann ist eine Beratung sinnvoll

Eigentlich immer, wenn eine der obigen Punkte auf Sie zutrifft. Aus der Praxis gesprochen: In den allermeisten Fällen ist zumindest eine Finanzplanung ein wichtiger Erfolgsfaktor, den Sie nicht missen sollten.

Welche Beratung ist die richtige (für Sie)

Offensive Anleger müssen darauf achten, dass Ihre Einzelanlage kein Stückwerk ist, sondern in das Gesamtportfolio passt. Ausgewogenheit entsteht nämlich nicht automatisch, sondern durch den Verbund sich ergänzender Anlagen, welche sich gegenseitig stützen und absichern. Wenn Sie die einzelnen Anlagen nicht aufeinander abstimmen, ist das Risiko eines Verlustes oder die Wahrscheinlichkeit die gewünschte Rendite nicht zu erreichen, ungleich höher.

Bei offensiven Anlegern empfiehlt sich deshalb immer, die Vermögensverwaltung auf der Basis einer vollständigen Bestandsaufnahme vorzunehmen.

Eine solche Bestandsaufnahme kann durch einen reinen Vermögensberater erfolgen.

Stellt sich die Kosten/Nutzen Frage: Wenn Sie bereit sind Zeit und Geld für Ihre Planung zu investieren, weshalb machen Sie es dann nicht gleich richtig und wenden sich an einen ausgewiesenen Finanzplaner (Financial Consultant, Financial Planning)?

Eine professionelle Finanzplanung ist eine weitaus fundiertere Grundlage. Sie schafft Struktur, erkennt persönliche Risiken und sorgt dafür, dass die Anlagen viel gezielter und effektiver eingesetzt werden können. Sie sichert Sie mit anderen Worten ab. Darüber hinaus werden auch andere Themen (Erben und Schenken, Ruhestandsplanung, Investitionsplanung, etc.), die nicht direkt mit der Vermögensverwaltung verbunden sind, erfasst und abgearbeitet.

Wer soll Sie beraten?

Die Umsetzung der Vermögensverwaltung kann wiederum durch den Finanzplaner oder alternativ durch einen reinen Vermögensberater erfolgten. Eine weitere Option wäre, das zu investierende Kapital einer Vermögensverwaltung zu übertragen. Wobei: wenn nicht mehr als 2 Millionen EUR an frei verfügbaren Anlagemitteln bereitstehen, rechnet sich eine individuelle Vermögensverwaltung vermutlich bei offensiven Anlegern nicht.

Tipp: Offensive Anleger ohne große Erfahrung und fundierte Kenntnisse bei Kapitalanlagen sind bei reinen Anlagespezialisten tendenziell nicht gut aufgehoben. Das hat nichts damit zu tun, dass Anlageberater ihr Geschäft nicht verstehen oder unseriös wären, sondern ist dem Umstand geschuldet, dass die zwei Parteien eine unterschiedliche Sicht auf die Dinge haben.

Wenn zwei Parteien nicht dieselbe Sprache sprechen, sind (teure) Missverständnisse, Ärger und Enttäuschung vorprogrammiert.

Nutzen Sie einen Übersetzer

Wenn Sie trotzdem nicht auf die Expertise eines reinen Anlagespezialisten verzichten wollen, nehmen Sie ihren Finanzplaner oder Vermögensberater als Übersetzer mit. Seine Aufgabe wäre dann, Ihre tatsächlichen Interessen und Ziele so zu formulieren, dass sie in ein stimmiges Anlagekonzept gegossen werden können.

Alternativ zu den Vermögensverwaltern könnten Sie auch die Dienste einer auf Honorarberatung spezialisierten Bank in Anspruch nehmen. Solche Banken bieten meist breite Beratungsangebote an, wie reine Vermögensverwalter.

Hausbanken nicht als Vermögensverwalter einsetzen

Als No-Go betrachten wir auch bei offensiven Anlegern die sogenannte Vermögensberatung einer klassischen Bank. Klassische Banken sind heute mehr denn je Vertriebsorganisationen. Die Bankberater werden nicht dafür bezahlt zu beraten, sondern zu verkaufen. Zeit für die seriöse Vorbereitung von Kundendossiers wird den Mitarbeitern nicht gewährt.

Am Verheerendsten ist jedoch, dass Banken, Sparkassen ihren eigenen Vorteil im Zweifel immer höher bewerten wie die Kundeninteressen.

Selbst wenn Sie einen loyalen und vertrauenswürdigen Bankberater finden; wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Verbindung von Dauer ist? Gerade Kontinuität ist jedoch bei einem offensiven Anleger jedoch besonders wichtig.

Was darf eine Beratung kosten?

Falsche Frage. Richtig wäre zu fragen, wieviel Ihnen eine Beratung bringt. Daran sollten Sie messen, ob sie den Preis wert ist. Ist der Nutzen hoch, darf auch der Preis hoch sein.

Würden Sie auf einen Vorteil von 20.000 € verzichten, nur, weil die Beratung 5.000 € kostet?

Fragen Sie also den Berater mit welchen Kosten Sie zu rechnen haben und welchen Vorteil Ihnen dadurch erwächst. Wenn das Verhältnis stimmt können Sie das Gespräch fortsetzen. Wenn keine glaubwürdige Antwort kommt, macht es wahrscheinlich keinen Sinn.

Gute Berater sehen übrigens schnell, ob sich eine Beratung für beide Seiten lohnt und teilen Ihnen das auch mehr oder minder direkt mit.

Vollmachten

Die Zeiten, in denen man frei nach Kostolany nach erfolgtem Investment eine Schlaftablette nehmen sollte, sind seit einigen Jahren vorbei. Heute muss man darauf achten, Verluste zu vermeiden und wenn das nicht mehr möglich ist, sie zu begrenzen. Das sollte auch dann geschehen, wenn man dazu nicht selber in der Lage ist.

Warum ist eine Vollmacht sinnvoll

Die Zeiten ändern sich. Das gilt auch oder gerade auch im Finanzbereich. Seit die Notenbanken scheinbar natürliche Marktgesetze außer Kraft gesetzt haben, Computer Geschäfte automatisch und in einer unvorstellbaren Geschwindigkeit abwickeln, Geld im Überfluss vorhanden und noch mehr Geld, das einzig erstrebenswerte darstellt, haben nicht nur die extremen Ausschläge an den Börsen zugenommen, sondern auch deren Häufigkeit.

Nach wie vor ist es aber einfacher Verluste zu minimieren, wie entstandene Verluste wieder zu korrigieren. Deshalb muss bei einer individuellen Vermögensverwaltung jederzeit gewährleistet sein, dass man reagieren kann. Und wenn man nicht reagieren kann, dann sollte das jemand anderes tun können. Und zwar schnell.

Wann ist eine Vollmacht zu vergeben

Für offensive Kapitalanleger ist eine allgemeine Verwaltungsvollmacht nicht sinnvoll. Sie verleitet die Berater dazu, ohne Rücksprache mit dem Kunden das Portfolio zu drehen. Umschichtungen sind aber in den meisten Fällen lediglich Kostentreiber und bringen dem offensiven Anleger keinen Vorteil.

Wir empfehlen darum offensiven Anlegern, eine kollektive Vermögensverwaltung einzurichten. Hier wird für eine große Zahl von Anleger das Vermögen verwaltet. Das Management wird für die Performance bezahlt und nicht für die Umsätze. Hier ist die Vollmacht zum Handeln also bereits vergeben.

Wir entgegen unserer Empfehlung das Portfolio durch einen Vermögensverwalter individuell betreut, so ist durch eine Vollmacht sicherzustellen, dass der Vermögensverwalter im Notfall reagieren kann. Vereinbaren Sie aber in diesem Fall vertraglich, dass solche Umschichtungen wirklich nur zur Sicherung des Vermögens automatisch vorgenommen werden dürfen und alle anderen Entscheide nur nach Absprache.

Sicherheit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten seine Vermögen gegen Verluste abzusichern. Nicht jede ist sinnvoll, nicht jede wirkt wie gewünscht und nicht jede ist notwendig. Manchmal bedeutet der Versuch Sicherheit zu gewinnen sogar, dass man alles noch schlimmer macht.

Generell gilt, dass die höchste Sicherheit erreicht wird, wenn man seine Vermögensanlage mit Bedacht und Verstand wählt. Dazu gehört die geeignete Planung. Dazu gehört die intensive Prüfung der Anlage. Dazu gehört, dass man den Markt kennt und in die richtige Produktkategorie wählt.

Nachfolgend zeigen wir die geeigneten Sicherheitsmaßnahmen für offensive Anleger.

Was brauche ich an Sicherheit?

Sicherheit kostet Geld. Immer! Deshalb ist es wichtig, dass man sich ganz genau überlegt, welche Sicherheitsstufe für das persönliche Wohlbefinden notwendig ist.

Bei einer dynamischen Vermögensverwaltung wird man versuchen die Sicherheitskomponente auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Das Minimum sollte aber immer groß genug sein, um die Kerninteressen des offensiven Anlegers jederzeit gewahrt bleibt.

Keep it simple

Die einfachste Sicherung ist absolut kostenlos und vermeidet viele, teure Missverständnisse: Investieren Sie nur in Kapitalanlagen, welche Sie verstehen. Lassen Sie die Finger vor unübersichtlichen Konstruktionen. Gehen Sie niemals davon aus, dass die zuständigen Fachleute diese Konstruktionen besser verstehen wie Sie. Schon gar nicht Ihr Bankberater.

Halten Sie Ihre Vermögensanlagen einfach und verständlich. Je einfacher, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass auch die sogenannten Experten den Überblick behalten.

Risikostreuung

“Lege nicht alle Eier ins selbe Nest”, ist eine Sicherungsmaßnahme, welche ebenfalls nichts oder kaum etwas kostet. Ausfälle kann es immer geben – auch bei ausgewogenen Wertanlagen. Wenn man das Risiko aber verteilt hat, ist man immer nur von einem Teilausfall betroffen.

Man kann es mit der Risikostreuung aber auch übertreiben. Wer zu viele Positionen hält, verliert den Überblick und kann ggf. nicht rechtzeitig handeln. Gerade offensive Anleger sollten darauf achten, es in der Zahl der exponierten Anlagen nicht zu übertreiben, um den Überblick und die Balance zwischen Risiko und Ertrag halten zu können.

Trügerische Sicherheit: Zertifikate

Zertifikate sind in Zeiten tiefer Zinsen eine scheinbar attraktive Alternative welche es zum Teil mit dynamischen Vermögensanlagen aufnehmen können. Meist bieten diese Wertpapiere ein beschränktes Gewinnpotential (z. B. 8 %), aber ein unbeschränktes Verlustrisiko. Doch selbst wenn sie eine Verlustgarantie verbrieft haben, sind Zertifikate eine unsichere Wette.

Eigentlich dachten wir, nach der Lehmann Pleite und der anschließenden Finanzkrise sei dem Hintersten und Letzten klar geworden, dass Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen sind, welche jeden Wert verlieren, wenn der Emittent Pleite geht.

Die Welt lernt nichts. Zumindest nicht die Banker

Prozesse wurden geführt, viele Banken (auch Sparkassen …) mussten Entschädigungen zahlen, weil sie falsch beraten haben und die Anleger sich darum fälschlich in Sicherheit gewiegt haben. Hat nichts genützt: Der Zertifikatshandel blüht wie eh und je. Wahnsinn.

Zertifikate sind nur an der Oberfläche einfach und verständlich. Im Hintergrund wirken finanzmathematische Prozesse, die Sie nicht verstehen können. Hinter den mathematischen Formeln verbergen sich komplexe Risikostrukturen, welche im Ernstfall niemand in ihrer Fülle verstehen kann, weil die oft über viele Stufen miteinander verbundenen Abhängigkeiten nicht überschaubar sind.

Zertifikate gehören deshalb nicht in Ihr Portfolio. Punkt!

Garantien / Garantieprodukte
Halten Garantien was sie versprechen?

Auch offensive Anleger lieben Garantien. Leider verstehen die Anleger meistens nicht, welche Garantie sie eigentlich erworben haben und sind dann enttäuscht, wenn sie im Ernstfall trotz Garantie auf Verlusten sitzen.

Es ist wichtig zu wissen, dass Ihnen niemand bereit ist Ihnen Ihr Risiko abzunehmen – außer sie bezahlen ihn dafür. Garantien kosten also immer Geld. Ob sie das Geld wert ist, muss darum ebenso seriös geprüft werden, wie das Anlagemodell, welches hinter der Kapitalanlage steht. Leider sehen viele Bank-, Finanz- und Vermögensberater Garantien lediglich als Verkaufshilfe und nicht als Risiko- und Kostenfaktor. Entsprechend gering ist Ihre Bereitschaft ihre kostbare Zeit mit Beratung für diesen Teil der Anlage zu verschwenden. Ein Fehler!

Lassen Sie sehr genau erklären, wie der Garantiemechanismus funktioniert. Wenn Ihnen die Antwort nicht plausibel erscheint oder Sie feststellen, dass Ihr Berater oder Verkäufer nicht 100 % sicher ist, lassen sie die Finger davon. Sie tun sich einen großen Gefallen, wenn Sie bei Garantien grundsätzlich davon ausgehen, dass sie nichts wert sind, und zwar so lange, bis man Ihnen das Gegenteil beweist.

Leider reagieren die Menschen aber genau umgekehrt, wenn sie mit dem Wort „Garantie“ konfrontiert werden.

Versicherungsgarantien

Es gibt grob drei Formen von Garantien von Versicherungsprodukten

  • Die klassische Garantie einer deutschen Lebensversicherung, welche durch einen Deckungsstock dargestellt wird.
  • Konzeptionelle Garantien, bei denen eine Vermögensanlage so konstruiert ist, dass sie Sicherungsmechanismen beinhaltet.
  • Garantien, welche im Prinzip wie eine Schadenversicherung funktionieren und für welche Sie eine Risikoprämie zu zahlen haben.
Klassische Lebensversicherungen

Die klassische deutsche Lebensversicherung hat über viele Jahrzehnte bewiesen, dass sie in der Lage ist, die Garantien, Kraft gesetzlich verankerten Anlagevorschriften, einzuhalten. Diese Garantien gelten weiterhin, auch wenn sie subjektiv betrachtet weniger attraktiv sind wie früher. Der Preis für diese Garantie besteht in einer tieferen Rendite. Jetzt, da die Zinsen von konservativen Kapitalanlagen nahe oder bei null liegen, wird das natürlich zum Problem. Trotzdem sind klassische Lebensversicherungen weiterhin eine der sichersten Anlageprodukte, die der Markt zu bieten hat, und rechnen sich je nach Laufzeit auch dank den damit verbundenen Steuervorteilen mehr als die meisten üblichen Anlagealternativen.

Fondspolicen

Fondspolicen haben oft einen Sicherungsmechanismus, welcher dafür sorgt, dass in Krisenzeiten das Kapital so strukturiert wird, dass das garantierte Kapital auf jeden Fall gesichert ist. Leider führt das in der Regel dazu, dass die Anlagen im Krisenfall in einen sogenannten Zustand fallen, wo das Geld nicht mehr angelegt werden kann, sondern zur Sicherung der Garantie quasi in bar gehalten wird. Diese Produkte sind zu teuer, für das, was sie bieten. Ihre Kostenstruktur ist derart ungünstig, dass trotz Garantie am Ende meistens ein Verlust steht. Das ist ärgerlich. Nicht wegen des Verlustes an sich, sondern wegen der großartigen (nicht garantierten) Versprechungen, welche beim Vertrieb dieser Produkte gemacht werden. Finger weg!

Variable Annuities

Inzwischen gibt es eine Reihe von Produkten, welche unter dem Begriff „Variable Annuities“ laufen und vor allem im angelsächsischen Raum und in Japan sehr beliebt sind. Hier wird nur eine Garantie auf den Ablauf gegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt können sehr wohl Verluste auftreten. Diese Garantie funktioniert wie eine Risikoversicherung, für welche der Anleger eine Prämie bezahlen muss. Der Vorteil: egal was passiert, das versprochene Ziel wird erreicht. Weil jedoch das Kapital nach einem schweren Kurssturz nicht blockiert wird, kann sich der Wert danach wieder erholen, und wie sich wie eine normale Kapitalanlage entwickeln.

Verlustbegrenzung mit Stop Loss Mechanismen

Sicherheit bietet auch ein mechanisches Sicherungssystem, welches sie im Rahmen Ihrer Depotverwaltung nutzen können: der sogenannte Stopp Loss.

Mit einem Stopp Loss setzen Sie eine fixe Marke, welche den Verlust Ihrer Anlage durch den Verkauf der Werte ab einer bestimmten unteren Preisschwelle. Wird ein Stopp Loss zum Beispiel bei einem Kurs von 100 festgelegt, wird die Anlage automatisch verkauft, wenn der Marktpreis unter diesen Wert fällt. Die Frage ist zu welchem Preis.

Wenn Sie einen Stopp Loss setzen und dieser unterschritten wird, geht die Anlage bestens (zum besten Angebot nach Verkaufsfreigabe) in den Verkauf und wird liquidiert, sobald jemand einen Preis dafür bietet. Dieser Preis liegt nicht etwa fix bei 100, sondern kann je nach Marktlage deutlich tiefer sein. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn irgendein Verrückter sein Flugzeug ins Weiße Haus steuert. In solchen Fällen sinken die Preise innert Sekunden massiv. Es gibt immer irgendwelche Leichenfledderer, welche nur auf diesen Moment warten und für diesen Zweck extrem tiefe Kaufangebote eingestellt haben. Je kleiner der Markt eines Wertpapiers ist, desto größer die Gefahr, dass eine solche Schnäppchenjagt erfolgreich sein kann.

Ein Airbag für Kursstürze: Stopp Loss Limit

Mit einem sogenannte Stopp Loss Limit, kann dieses Unglück verhindert werden. Zwar wird auch hier das Teil in den Verkauf gegen, wenn ein unteres Limit unterschritten wird, gleichzeitig wird aber auch ein Mindestverkaufspreis festgelegt. Ein Verkauf tief unter Wert ist dann also nicht mehr möglich. Allerdings kann das auch dazu führen, dass der Verkauf nicht ausgelöst wird und der Sicherungsmechanismus versagt.

Noch einmal: Für Anlagen, welche nicht ein relativ hohes Handelsvolumen aufweisen, ist diese Form der Sicherung nicht geeignet.

Ebenfalls nicht geeignet ist ein Stopp Loss für Optionen, weil es hier regelmäßig zu hohen Wertschwankungen kommt.

Passende Kapitalanlagen

Offensive Anleger zeichnen sich durch ihre Bereitschaft aus, ihr Vermögen – eigentlich, ihr in Wertpapiere investiertes Anlagevermögen – zu bei Bedarf zu 100% in Aktien oder ähnliche chancenorientierte Anlagen zu investierten. Soweit die Theorie.

Würden chancenorientierte Anleger diese Anlagestrategie tatsächlich in ihrer Reinkultur durchführen, wären sie relativ rasch wieder in einer Position, in welcher sie Gefallen an konservativen Anlagen fänden… Tatsächlich ist niemand in der Lage diese Anlagestrategie dauerhaft zu fahren. Weshalb dem so ist, zeigt bereits der kleine Finanzplan: weil wir zu bestimmten Zeiten alle darauf angewiesen sind Barvermögen zu besitzen, um notwendige oder gewünschte Investitionen zu tätigen. Ein Teil des Anlagevermögens muss deshalb immer so angelegt werden, dass diese Investitionen mit Sicherheit finanziert werden können.

Gerade offensive Anleger benötigen sichere Planungsgrundlagen

Doch während wir bei konservativen und ausgewogenen Anlegern diese Absicherung, bzw. die Bereitstellung durch sehr konservative Anlagen, wenn nicht gar durch reines Cash garantieren, stehen offensiven Anlegern hier ganz andere, deutlich lukrativere Anlagen zur Verfügung. Nichtsdestotrotz muss sehr seriös geplant werden, um Verlustrisiken (weil sonst Wertschriften wenn es dumm läuft zum falschen Zeitpunkt aufgelöst werden müssten) zumindest zu minimieren.

In der Praxis würden wir erwarten, dass die meisten der Privatanleger, welche sich selber als „offensive Anleger“ einstufen würden, nicht wirklich zu den Spielern zählen, sondern eigentlich offensive Anleger mit einer offensiven Grundausrichtung sind. Das nicht nur im Sinne Ihrer Grundeinstellung, sondern auch in Bezug auf ihre tatsächliche Risikofähigkeit: viele dieser Anleger sind nämlich in einer führenden betrieblichen Position und benötigen ihr Vermögen zum Beispiel um Kredite abzusichern oder Investitionen in der Firma zu finanzieren. Von voller Risikofähigkeit kann da also kaum gesprochen werden (das ist auch der Grund, weshalb wir diesen Anlegern dringendst empfehlen, ihre Anlageentscheid auf der Basis einer umfassenden Finanzplanung zu tätigen!).

Strategie vor Taktik

Um den Erwartungen in Bezug auf die Rendite trotzdem gerecht zu werden, wäre eine Art Core-Satellite-Strategie wohl angemessen.

Bei der Core-Satellite-Strategie (auch Core-Satellite-Ansatz, englisch: core – Kern) wird im Rahmen des Portfoliomanagement, der Hauptteil des Kapitals in ein stabiles, breit diversifiziertes Kerninvestment („Core“) investiert, welches zugleich dem Risikoausgleich, als auch der Absicherung einer gewissen Grundrendite dient. Das übrige Kapital wird auf kleinere Einzelinvestitionen („Satellite“) verteilt, welche durchaus riskanter und in ihrer Entwicklung weniger gut planbar sein dürfen. Für die geplante Überperformance – so die Theorie – verantwortlich sind die kleinen Einzelwerte verantwortlich, welche sich im Idealfall in ihrem Wert vervielfachen können. Natürlich besteht in diesem Fällen auch das Risiko eines Totalverlustes, doch sollten solche Verluste das Kerninvestment weitgehen aufgefangen werden. Wie gesagt, das ist eine Theorie.

Die Core-Satellite Strategie in der Vermögensplanung

Für den Privatanleger empfehlen wir eine abgewandelte Core-Satellite-Strategie. Abgewandelt deshalb, weil wir die Vermögensverwaltung nicht aus der Sicht des Anlagespezialisten, sondern aus der Warte des Kunden sehen. Es geht uns nämlich nicht in erster darum, die technischen Möglichkeiten der Vermögensverwaltung auszuschöpfen und die Gewinnwahrscheinlichkeiten in alle Richtungen zu optimieren. Unser Blick auf die Vermögensverwaltung konzentriert sich darauf, dass die Anleger ihre Lebensziele am Ende auch tatsächlich erreichen und dabei wenn immer möglich auch noch den gewünschten Kick (Rendite, Erfolgserlebnisse, Spaß, etc.) erfahren. Aber die Erreichung des Zieles steht für uns immer im Vordergrund.

Aus diesem Grunde schlagen wir offensiven Anlegern vor, das Kerninvestment außerhalb der gewohnten Vermögensverwaltung (Wertschriftendepot, Vermögensverwaltung, etc.) anzusiedeln und sich dabei einer möglichst langweiligen, da mit einer Zielsicherung verbundenen kollektiven Vermögensverwaltung zu bedienen.

Sichern sie das Kerninvestment mit Variable Annuities ab

Eine geeignete kollektive Vermögensverwaltung könnte ein Investment in eine mit einer Kapitalgarantie versehenen Anlage im Bereich der „Variable Annuities“ sein. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass „Variable Annuities“ zwar jederzeit aufgelöst werden können, der Garantieschutz sich jedoch auf den Ablauf bezieht. Liegt der Kurs der Anlage also ungünstig, muss die Sicherstellung der notwendigen Liquidität im Notfall über einen Wertschriftenkredit (Lombardkredit) erfolgen. Angesichts der garantierten Ausschüttung bei Ablauf, ist dies allerdings kein Problem.

Ist die Liquidität für die ersten drei Jahre durch konservative Anlagen, bzw. Cash gesichert, können die darauf folgenden Investitionen zur Not durch den folgenden Mittelzufluss und die Kernanlage abgedeckt werden, steht dem offensiven Anleger eine dynamische Vermögensverwaltung unter Einsatz aller technischen Möglichkeiten nichts mehr im Wege.

Das Kerninvestment lässt Zeit und Raum für die gepflegte Offensive

Konkrete Empfehlungen Anlageempfehlung außerhalb des Core-Satellite-Systems verbieten sich. Dazu unterscheiden sich die Vorstellungen der einzelnen offensiven Anlegern zu sehr, als dass eine allgemeingültige Empfehlung für diese heterogene Gruppe gemacht werden könnte.

Wir belassen es einfach mit dem Hinweis, dass wir aus unserer Praxis wissen, dass die meisten offensiven Anleger konservativer sind, als sie sich vielleicht sehen. Man tut sich als offensiver Anleger einen großen Gefallen in Zeiten von Kursgewinnen (Hausse, Bullenmarkt) Demut zu bewahren und der Kurssicherung größter Bedeutung zuzumessen. Denn der nächste Abschwung kommt bestimmt (und meistens unerwartet und schneller als man denkt) und erst in einem Bärenmarkt zeigt sich, wie man offensiv man tatsächlich ist.

Glauben Sie uns: Auch Sie können nicht über Wasser gehen!

Statt zu versuchen als Privatanleger den Markt zu rocken, sollten offensive Anleger in aller Bescheidenheit agieren und die Sicherheit an vorderster Stelle sehen: Kursgewinne auch einmal mitnehmen, das Vermögen laufend absichern, auf Kursverluste gelassen reagieren und nicht versuchen sie gleich wieder zurück zu gewinnen. Eitelkeit ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko bei der dynamischen, chancenorientierten Vermögensverwaltung.

Am einfachsten geht das übrigens mit guten Anlagefonds. Niemand zwingt einen offensiven Anleger dazu, sein Vermögen selber aktiv zu bewirtschaften

Anlagevorschläge

Kurzfristige Anlagen
Liquidität

Bei den kurzfristigen Anlagen spielt die Rendite eigentlich überhaupt keine Rolle. Gehen Sie am besten von null Zinsen aus und wählen sie jenes Bankprodukt aus, welches für Sie am komfortabelsten ist.

Auch wenn Sie keine Zinsen erhalten, hat diese Kategorie eine extrem wichtige Funktion: Sie verschafft Ihnen Zeit, welche sie bei den anderen Anlageklassen dringend brauchen. Eine großzügige Liquidität ist darum kein Luxus, sondern bedeutet Sicherheit. Wenn Sie Ihren Finanzplan erstellen, sollten Sie die Liquidität deshalb großzügig bestücken

Mittelfristige Anlagen
Reserve / Puffer

Bei den mittelfristigen Anlagen geben Sie das Geld in die Hände einer Vermögensverwaltung, welche die Anlagen möglichst frei nach Marktlage investieren kann. Offensive Anleger verzichten also auf Anlagefonds (welche die klassische Form der kollektiven Vermögensverwaltung darstellen), welche einem starren Raster folgen müssen (Etwa Aktien Anteil mindestens 10% oder höchstens 30%). Das Management soll sich den herrschenden möglichst frei anpassen können, um Chancen voll nutzen und Risiken voll eliminieren zu können.

Solche Vermögensverwaltungen gibt es auch mit Garantien. Garantien sind für offensive Anleger durchaus reizvoll, weil sie trotz allem die Sicherheit bieten, das angestrebte Ziel wirklich zu erreichen. Achten Sie aber darauf, dass diese Garantie die Möglichkeiten der Kapitalanlage nicht einschränken. Viele Anlagen sichern ihr Ziel mit der Vermögensstruktur ab. Sobald eine untere Grenze erreicht ist, fallen diese Anlagen in einen Sicherheitsmodus, welcher keine weitere Entwicklung mehr zulässt (Cash Lock).

Besser sind Versicherungsgarantien im Rahmen von Variable Annuities, bei welchem Sie eine Art Vollkasko Versicherung auf Ihr Vermögen abschließen und dafür eine Prämie bezahlen müssen. Diese Fonds können sich ohne Probleme nach einem Kurssturz erholen und wieder einen positiven Ertrag entwickeln. Manche Modelle sichern sogar Zwischengewinne ab, sodass Sie gewisse Levels niemals verlieren.

Langfristige Anlagen
Aktien

Offensive Anleger sind bereit in Aktien zu investieren, obwohl diese natürlich größeren Wertschwankungen aufweisen, wie andere Anlageklassen. Da bezüglich dem Verlustrisiko andere Anlageklassen aufgeholt haben (man denke nur an griechische Staatsanleihen…) aufgeholt haben, ist diese Gefahr nicht mehr so wahnsinnig viel höher.

Investieren Sie immer in Reinform. Warum? Weil Sie es können. Und können tun offensive Anleger das nicht nur Kraft ihrer Risikofähigkeit, sondern weil Sie ihr Depot im kurz- und mittelfristigen Bereich gut ausgestattet haben und nicht zwingend auf das Geld im Aktiendepot (bzw. Aktienfonds) angewiesen sind.

Wir empfehlen aktiv bewirtschaftete Aktiendepots, welche die Möglichkeit haben Ihr Geld vollständig aus Aktien abzuziehen, wenn sie keine passenden Chancen am Markt erkennen. Bei den meisten Aktienfonds lässt das deren Reglement aber nicht zu.

ETF

Mit den geeigneten ETF´s können auch offensive Anleger breit in einen bestimmten Markt investieren. Ein ETF ist nicht gleich ein ETF. Will heißen, dass Sie die Bedingungen lesen müssen. Zeichnen Sie nur ETF’s welche entweder ausschließlich direkt in Aktien investieren müssen oder nur zu einem verschwindend kleinen Teil in Zertifikate anlegen dürfen. Zur Erinnerung: Zertifikate sind ein Werk des Teufels, weil sie zu komplex sind, um das Risiko tatsächlich beurteilen zu können.

Besonders indexgebundene ETF sind bei offensiven Anlegern hoch im Kurs und werden auch von Verbraucherverbänden gerne empfohlen. Das hat gute Gründe: Zum einen schlagen passive Fonds die meisten aktiv gemanagten Fonds um Längen und das obwohl sie günstiger sind. Zum andern können Verbraucherverbände für allgemeinverbindliche Aussagen nicht in Haftung genommen werden…

ETF’s sind eine gute Sache, aber müssen genau so bewirtschaftet werden, wie eine Aktie. Es ist also wichtig, dass immer jemand ein Auge darauf hat um im Notfall die Reisleine ziehen zu können: Verluste zu vermeiden oder zu begrenzen ist nämlich einfacher und billiger als erlittene Verluste wieder auszugleichen. Wer also seine Aktien nicht selber bewirtschaften kann, sollte dies auch bei ETF’s nicht tun. Geben Sie diese Aufgabe in die Hände eines Vermögensverwalters oder eines Vermögenberaters (mit entsprechendem Mandat).

Das Fazit für offensive Anleger

Offensive Anleger sind keine Spieler und keine Spekulanten. Sie wollen nicht alles auf eine Karte setzen, sondern erwarten einfach mehr Ertrag aus ihren Vermögensanlagen, wie das festverzinsliche Wertpapiere leisten können. Offensive Anleger sind im Prinzip ausgewogene Anleger mit einer höheren Risikotoleranz. Sie sind also in Bezug auf ihre Finanzkraft und/oder ihrem emotionalen Verhältnis zu Geld und Verlust desselben belastbarer.

Das wahre Leben geht vor…

Trotzdem müssen auch offensive Anleger darauf achten, dass ihre Vermögens- und Risikostruktur nicht dazu führt, dass ihre Lebensziele durch eine falsche, zu riskante Vermögensverwaltung gefährdet wird. Eine Vermögensverwaltung ist schließlich nicht Selbstzweck, sondern dient dazu Vermögen aufzubauen, welche gewisse Lebensinhalte und Ziele finanzieren kann.

Auch bei offensiven Privatanlegern ist deshalb eine hundertprozentige Aktienquote eine Illusion. Zu hundert Prozent können nur jene Vermögensteile in Aktien investiert werden, welche nicht für andere Zwecke reserviert sind.

Sichern Sie sich ab – mit einer verlässlichen Planungsgrundlage

Um herauszufinden, welche Vermögensteile für ein Aktieninvestment (oder ähnliche Kapitalanlagen) zur Verfügung stehen, ist zumindest ein kleiner Finanzplan unerlässlich. Auf Grund des höheren Risikos, welche offensive Anleger bei ihren Vermögensanlagen zu fahren bereit sind, empfehlen wir sogar nachdrücklich einen fundierten, laufend anzupassenden Finanzplan, erstellt durch eine ausgewiesene Fachperson. Das kostet Geld, ist aber deutlich billiger als die spätere Korrektur einer Fehlallokation des Vermögens in einer Notsituation.