Ertrag und Sicherheit

wie die Vermögensverwaltung für konservative Anleger den tiefen Zinsen trotzen kann

Wie konservative Anleger Ihr Vermögen sicher anlegen können

Konservative Kapitalanleger und Sparer gelten weithin als Opfer der europäischen Finanzkrise. Während Risikobereitschaft und Schuldenwirtschaft durch die enorme Ausweitung der Geldmenge belohnt werden, werden Sichtguthaben bei Banken seit längerem kaum oder gar nicht mehr verzinst. Anlagealternativen scheint es keine mehr zu geben, seit die Bundesschatzbriefe verschwunden sind und Anleihen nur noch dann einen nennenswerten Coupon tragen, wenn sie mit hohem Risiken verbunden sind. Wir wollen nachfolgend aufzeigen, dass es auch für konservative Anleger sehr wohl Möglichkeiten gibt, wie man das Vermögen sicher anlegen kann und trotzdem einen (auch real) positiven Ertrag erwirtschaften kann.

“Konservative Anleger sind eher auf Sicherung Ihres Vermögens bedacht und nehmen dafür geringere Renditen in Kauf. Wertschwankungen sind ihnen ein Greul, weshalb sie sich praktisch ausschließlich auf reine Geldwerte konzentrieren.”

konservative Anleger Vermögen

Es gibt aktuell wohl keine größere Knacknuss im Anlagenbereich, wie eine Vermögensverwaltung für konservative Anleger. Die anhaltend tiefen Zinsen bringen nämlich besonders vorsichtige Privatanleger in eine schwierige Position: Mit den bislang gewohnten Kapitalanlagen lässt sich kein Geld mehr verdienen und auf etwas lohnendere Finanzinstrumente wagen sie nicht umzusteigen, da sie mehr Risiko mit sich bringen. Also wird das vorhandene Geld geparkt.

2000.000.000.000.-  €

Eine unvorstellbar hohe Summe von 2000 Billionen Euros sollen laut Bundesbank darauf warten, irgendwann investiert oder gebraucht zu werden. Bis es aber soweit ist, liegen sie mehr oder weniger unverzinst auf deutschen Bankkonten.

Die Vermögensverwaltung für konservative Anleger leidet also unter einem akuten Anlagenotstand. Wir wollen Ihnen in der Folge zeigen, dass Sie als Anleger / als Anlegerin diesen Notstand weitgehend selber verursachen und dass es durchaus Möglichkeiten gibt, diesem zu entrinnen – vorausgesetzt man ist bereit seinen über Jahrzehnte gewohnten Pfade zu verlassen. Denn eines muss Ihnen klar sein: Das was Sie aus der Vergangenheit kennen, wird vielleicht über Jahrzehnte nicht mehr zurück kommen. Und wenn Sie auf Dauer nichts unternehmen, bedeutet das nicht Sicherheit, sondern Gewissheit. Gewissheit, dass Sie über die Zeit immer ärmer werden.

Die Ausgangslage für konservative Anleger

Als konservativer Anleger ist Ihnen per Definition eigentlich nur eines wichtig: der Erhalt des Erreichten. Verluste und Wertschwankungen rauben Ihnen den Schlaf. Am liebsten haben Sie einen planbaren Zins, der möglichst regelmäßig bei Ihnen eingeht. Und einen Kontoauszug, welcher Ihnen in regelmäßigen Abständen bescheinigt, dass das aufgebaute Vermögen immer noch intakt ist.

Die gute Nachricht vorneweg: Die tiefen Zinsen sind nicht das Problem. Es ist sogar so, dass Sie die aktuelle Situation besser stellt als der Normalfall (warum das so ist, lesen Sie hier).

Trotzdem ist es so, dass ihr Geld immer weniger wird. Denn trotz einer tiefen Inflation steigen Ihre Lebenshaltungskosten mit zunehmendem Alter weiter an. Konkret bedeutet das, dass Sie zum Beispiel allfällige Einkommenslücken im Alter immer schwerer ausgleichen können. Dass Sie auch im Vergleich zu anderen Menschen „ärmer“ werden, mag für sich gesehen kein Problem sein. Spätestens, wenn Sie aber eine Immobilie erwerben, werden Sie feststellen, dass die Preise an Ihnen vorbeigezogen sind (weil mehr Menschen über das notwendige Kapital verfügen).

Was wollen wir damit sagen? Als konservativer Anleger / als konservative Anlegerin sollten Sie darauf achten, dass Ihr Vermögen nicht nur nominal (also im auf dem Kontenauszug ausgewiesenen Wert), sondern real in seiner Kaufkraft konstant bleibt.

Jetzt die schlechte Nachricht: Konservativen Anlegern steht dazu kein herkömmliches Mittel mehr zur Verfügung. Weder das geliebte Sparkonto (kein Zins) noch Bundesschatzbriefe (abgeschafft), noch Bundesanleihen (negative Rendite), noch eine klassische Kapitallebensversicherung oder Rentenversicherung sind dazu geeignet. Sie müssen also umdenken.

Immerhin, es gibt noch geeignete Lösungen.

Entscheidungsgrundlagen schaffen

Es ist erstaunlich aber wahr: Die meisten Anleger haben keinen Plan, was ihr Vermögen anbetrifft. Für konservative Anleger im klassischen Sinne stellt dies im Normalfall kein spürbares Problem bei der Vermögensverwaltung dar. Wohl aber bei der Finanzplanung, weil das nicht verdiente Geld irgendwann zu Lücken führen könnte. Aber das ist ein anderes Thema.

Problematisch ist der fehlende Plan in Vermögensfragen eigentlich immer dann, wenn konservative Anleger ohne klare Zielsetzung und Vorstellung auf einen Anlageberater / eine Anlageberaterin treffen. Das geht in aller Regel schief, weil der konservative Anleger ohne Plan auf solche Gespräche nicht vorbereitet ist. Die Folgen sind in aller Regel bitter, weil sie oft zu Vermögensverlusten und noch öfter zu schlaflosen Nächten führen.

Tipp: es ist völlig in Ordnung, wenn Sie darauf verzichten ausreichende Erträge auf Ihrem Vermögen zu erzielen und es stattdessen vorziehen, das Geld aus eigener Kraft zu erwirtschaften. Was aber fahrlässig ist, sich keine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, weil es Sie in der Kommunikation mit Profis einfach sehr einschränkt.

Vermögensübersicht
Führen Sie eine Vermögensübersicht. Listen Sie alles auf, was Sie an verwertbaren Vermögen besitzen. Schmuck und Gebrauchsgegenstände (Auto) zählen nicht dazu. Nehmen Sie sich die Zeit, diese Vermögensliste einmal im Jahr zu aktualisieren. Das ist wichtig, weil Sie zum einen sehen, in welche Richtung der Vermögensstand geht und zum andern, um jederzeit eine Idee zu haben, welchen finanziellen Spielraum Sie haben.
Haushaltsplan / Budget
Haben Sie eine Vorstellung, wieviel Geld Sie ausgeben und für was? Vermutlich nicht, denn die wenigsten Menschen verfügen über einen Haushaltsplan. Was aber nicht bedeutet, dass ein Budget nicht sinnvoll wäre.

Mit einem Budget können Sie besser planen. Es verhindert, dass Sie in einen finanziellen Engpass kommen, weil Sie sich verschätzt haben. Finanzielle Engpässe sind aller Erfahrung nach eines der Hauptprobleme bei der privaten Vermögensverwaltung. Oft ist es nämlich so, dass eigentlich vernünftige Anlagen vorzeitig aufgelöst werden müssen, weil die Privatanleger sich vorher zu wenig Gedanken darüber gemacht haben, wann Sie wieviel Geld brauchen (könnten).

Natürlich ist dieses Problem bei einem konservativen Anleger weniger dramatisch, wie bei einem mit einem offensiven Anlageverhalten. Wie Sie später sehen werden, wird sich das ändern, wenn Sie Ihre Vermögensbewirtschaftung optimieren wollen.

Liquiditätszufluss
Möglicherweise haben Sie einen regelmäßigen Überschuss in Ihrem Haushaltsbudget gefunden. Naturgemäß fällt dieser so unregelmäßig an, wie die unregelmäßigen Ausgaben. Betrachten Sie also den mutmaßlichen Überschuss im Dreimonatszeitraum. Diesen Betrag brauchen wir dann beim nächsten Punkt.
Liquiditätsreserve
Auf der Basis Ihres Haushaltsplanes können Sie die für Sie passende Liquiditätsreserve berechnen, wie hoch diese sein muss, entscheiden Sie selber. In der Regel sind 3 bis 6 Monatskosten (zzgl. Allfällig geplante Investitionen) gemäß Budget ausreichend.

Haben Sie einen kalkulierten Monatsüberschuss, braucht Ihre Liquiditätsreserve natürlich nicht ganz so üppig auszufallen.

Was Ihre Liquiditätsreserve anbetrifft, so steht dieses Geld zukünftig für Anlagezwecke nicht mehr verfügbar. Entsprechend können Sie es bezüglich Rendite einfach vergessen. Verfügbarkeit geht vor Ertrag.

Was sind Ihre Ziele?
Welchen Weg Sie bei der Bewirtschaftung Ihres Kapitals gehen können, bestimmt nicht nur der Kapitalmarkt, sondern auch Ihre Ziele. Aus diesen Leiten sich Ihr Zeithorizont und die damit verbundenen Möglichkeiten am Kapitalmarkt ab.

Wobei Zeithorizont natürlich nicht ganz richtig ist: Aus der Praxis wissen wir, dass besonders bei der Vermögensverwaltung für konservative Anleger oftmals alles über eine Schnur geschlagen wird. Diese Sicht der Dinge ist falsch und einem auskömmlichen Vermögensertrag auch in normalen Zeiten nicht gerade förderlich.

Die Erfahrung lehrt uns doch, dass wir nicht nur ein Ziel im Leben haben, sondern mehrere parallel. Kommt dazu, dass einige große Ziele – etwa die Finanzierungen des Ruhestandes – nicht nur auf einen bestimmten Zeitpunkt fallen, sondern über eine lange Periode laufen. Solche Ziele sollte man in 3 – 5 Zeitabschnitte unterteilen.

Erstellen Sie aufgrund Ihrer Überlegungen eine Liste mit dem Ziel, dem mutmaßlichen Bedarf und dem wahrscheinlichen Zeitpunkt der Fälligkeit. Bitte denken Sie daran: Sie gehen zwar mit 65 in Rente, aber Sie brauchen dann nicht gleich Ihr ganzes Altersvermögen auf einen Schlag …).

Kleiner Finanzplan
Wenn Sie die Liste erstellt haben, teilen Sie Ihr Vermögen auf die einzelnen Ziele auf. Wenn es aktuell nicht ausreicht, müssen Sie natürlich Prioritäten setzen. Etwa die sichere Finanzierung des Alters ab dem 75. Lebensjahr, vor dem Kauf eines neuen Sportwagens.

Sie denken, dass dies ein witziger, aber unnötiger Einschub war? Ganz im Gegenteil: Die Beratungspraxis zeigt uns immer wieder, dass ein Haufen Geld dazu verführt kurzfristige Wünsche vor den langfristigen Bedarf zu setzen. Besonders für konservative Anleger ist dieser Schritt wichtig, denn was nützt es das Geld vorsichtig anzulegen, wenn man es nachher unbedacht ausgibt und am Ende um seine Existenz bangen muss?

Damit sie sich vorstellen können, wie das Ganze aussehen könnte, haben wir Ihnen hier ein kleines Beispiel vorbereitet.

Wenn Sie diese Liste also erstellt und Ihr Vermögen entsprechend aufgeteilt haben, sehen Sie, dass wir verschiedene Fristigkeiten haben. Diese Fristigkeiten entscheiden über die möglichen Kapitalanlagen.

Tipp: Für vorsichtige, konservative Anleger sind alle Vermögenswerte (inkl. Liquiditätsreserve) unter 5 Jahren tabu. Kosten, Risiko und Ertragschancen stehen in keinem vernünftigen Verhältnis. Nur was länger wie 5 Jahre liegen bleiben kann, ist für Anlagen für konservative Anleger überhaupt verfügbar. Richtig Sinn macht es allerdings nur, wenn das Geld für mehr als 10 Jahre angelegt werden kann!

Achtung: Wenn Sie von einem Berater / einer Beraterin in Vermögensfragen beraten werden und diese/r nicht mindestens diesen kleinen Finanzplan aufstellt, bzw. diesen von Ihnen einfordert, sollten Sie auf eine Zusammenarbeit verzichten. Jede Vermögensberatung ohne diese Grundlage kann nicht als seriös bezeichnet werden. Gerade bei konservativen Anlegern ist es wichtig, die kundenseitigen Möglichkeiten und Risiken ganz genau abzuklären. Schließlich geht es darum, Vermögensverluste auf jeden Fall zu vermeiden!

Kleine Finanzplanung für konservative Anleger
Ziele nicht erreichbar?

Nicht immer reicht das vorhandene Vermögen aus, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Auch darüber schafft ein (kleiner) Finanzplan Klarheit. Und das ist gut so.

Können die avisierten Ziele nicht erreicht werden, gibt es genau drei Möglichkeiten dies zu ändern:

  • Man passt die Ziele den Möglichkeiten an
  • Man sorgt dafür, dass mehr Vermögen aufgebaut wird (mehr sparen, Hinzuverdienst)
  • Man passt sein Anlageverhalten an und sorgt dafür, dass das Vermögen einen höheren Ertrag abwirft. Letzteres muss in vielen Fällen nicht einmal mit einem objektiv höheren Risiko erkauft werden
Bin ich wirklich konservativ …
Bevor Sie sich anderen Anlageformen zuwenden, sollten Sie sich aber noch einmal gründlich Gedanken darüber machen, wie Sie sich als Anleger definieren. Sind Sie tatsächlich ein konservativer Anleger oder neigen Sie lediglich dazu, Risiken aus dem Weg zu gehen.

Wie definieren Sie überhaupt Risiko? Was verstehen Sie überhaupt unter „kein Geld verlieren“?

Die Einstufung ihrer Risikoneigung ist ein wichtiges Kriterium, welches darüber entscheidet, welche Kapitalanlagen zur Verfügung stehen und welche überhaupt kein Thema sind. Wer sich als vorsichtiger, risikoaverser, konservativer Anleger definiert, schränkt seine Möglichkeiten unter Umständen unnötig ein.

Risikofähigkeit
Die Definition der Risikofähigkeit hat verschiedene Facetten:

Wieviel Geld kann jemand verlieren, ohne deswegen einen ernstzunehmenden Schaden (Ziele können nicht mehr erreicht werden) davon trägt. Je mehr Überschuss Sie in Ihrem kleinen Finanzplan aufweisen, desto größer ist – rein materiell betrachtet – Ihre Risikofähigkeit.

Wie reagiert jemand auf Wertschwankungen (nicht zu verwechseln mit Verlusten) während der Anlagephase. Stellen solche Wertschwankungen eine physische oder psychische Belastung dar, sollte man besser die Finger davon lassen. Interessiert sich jemand aber überhaupt nicht für die aktuelle Wertentwicklung, weil die Auszahlung zum Abschluss der geplanten Anlageperiode ja klar ist, warum sollte man auf solche Anlagen verzichten? Ein Beispiel dafür ist eine Bundesanleihe, welche immer zu 100 % zurückbezahlt wird, während der Laufzeit jedoch große Wertschwankungen (>10 %!) erfahren kann.

Es ist wichtig, dass Sie sich darüber Gedanken machen, welche Sicherheit Sie brauchen. Wie das Beispiel der Bundesanleihe zeigt, haben viele Menschen eine ganz falsche Vorstellung in Bezug auf Ihre Risikofähigkeit bzw. das Risikopotential von Kapitalanlagen. Aufgrund der veränderten Verhältnisse an den Kapitalmärkten sind viele ehemals konservativen Kapitalanlagen inzwischen mit einem hohen objektiven Risiko behaftet!

Tipp: Gerade als konservativer Anleger / konservative Anlegerin sollten Sie in sich gehen und Ihre Einstellung hinterfragen. Was ist wichtiger: Ein bestimmtes Ziel garantiert zu erreichen oder auf dem Weg zum Ziel jederzeit die Meinung ändern zu können und ohne Verlustrisiko ein neues Ziel zu definieren. Letzteres bedeutet, dass Sie eigentlich keine Kapitalanlagen zeichnen können und auf Ihren Spareinlagen einen garantierten Verlust einfahren (warum das so ist, erfahren Sie hier).

Erben und Schenken
Etwas, das jetzt etwas aus der Reihe des bisherigen Arbeitsprozesses tanzt: Beabsichtigen Sie Ihr Geld vorzeitig oder geplant zu vererben oder zu verschenken (etwa im Falle einer nicht eingetragenen Partnerschaft oder einer Konkubinats-Beziehung)? Sollte dies der Fall sein, müssen Sie die entsprechenden Ziele ebenfalls klar formulieren, da ein allfälliger Berater in diesem Falle noch weitere Parameter hat, die zu berücksichtigen sind.

Brauchen konservative Anleger überhaupt Beratung?

Wenn Sie die Grundlagen erarbeitet haben, können Sie sich überlegen, wie die Bewirtschaftung Ihres Vermögens erfolgen soll. Machen Sie die Vermögensverwaltung selber oder macht es Sinn Hilfe beizuziehen. Worauf sollten Sie achten, wenn Sie einen Berater oder eine Beraterin beiziehen?

Reicht das Knowhow?
Der wichtigste Faktor bei der Vermögensverwaltung ist das Wissen, was zu tun ist. Sind Sie dazu selber in der Lage? Verfügen Sie über das notwendige Wissen, den Kapitalmarkt und seine Möglichkeiten zu nutzen, einzuschätzen und zu überwachen?

Hand aufs Herz: Es ist möglich, dass Sie dazu in der Lage sind. Die meisten Anleger sind jedoch mit dieser Aufgabe überfordert. Das zeigen nicht nur zahlreiche Studien (welche zeigen, dass die große Mehrheit der Deutschen Ihre Fähigkeiten weit überschätzt und in Wirklichkeit kaum das notwendige Basiswissen aufbringen). Es ist keine Schande das zuzugeben und entsprechend zu handeln. Es gibt gute Gründe, weshalb sich reiche Menschen Berater leisten …

Die Gründe einen Berater beizuziehen
Es gibt im Kern sechs Gründe, weshalb konservative Anleger auf die Hilfe von einer Beraterin oder einem Berater zurückgreifen sollten:

  • Ihnen fehlt der Gesamtüberblick
  • Es fehlen eigene Fach- und Sachkenntnisse
  • Es fehlt die notwendige Erfahrung, um den Markt und die Risiken einschätzen zu können
  • Es mangelt am notwendigen Überblick über die Möglichkeiten des Marktes
  • Emotionalität ist ein Risikofaktor
  • Fehlende Zeit

Der Beweggrund für den Beratungsbedarf (oder welche Kombination) entscheidet darüber, welche Form von Beratung / Berater für Ihr Bedürfnis passt.

Wann ist eine Beratung sinnvoll
Eigentlich immer, wenn eine der obigen Punkte auf Sie zutrifft. Aus der Praxis gesprochen: In den allermeisten Fällen ist zumindest eine Finanzplanung ein wichtiger Erfolgsfaktor, den Sie nicht missen sollten.
Welche Beratung ist die richtige (für Sie)
Wenn Ihnen der Überblick fehlt, wenn Sie sich also eher im Detail verlieren und deshalb unfähig sind, eine Entscheidung zu treffen, sollten Sie sich an einen Finanzplaner (Financial Consultant, Financial Planning) wenden. Eine gute Finanzplanung hilft Ihnen, strukturelle Fehler zu vermeiden die Verluste bringen (immer wichtig, aber bei konservativen Anlegern von besonderer Bedeutung). Sie ist die Grundlage für eine belastbare Vermögensaufteilung und die Auswahl der geeigneten Anlageinstrumente. Eine professionelle Finanzplanung bietet darüber hinaus noch weitere Vorteile, welche aber nicht direkt mit der Vermögensverwaltung zu tun haben.

Wenn es nur um Anlagefragen geht, können konservative Anleger wiederum auf Finanzplaner, aber auch auf reine Vermögensberater zurückgreifen. Wichtig ist deren Arbeitsschwerpunkt. Bei konservativen Kapitalanlegern sind die Renditen relativ tief, weshalb der Kostenfaktor eine wichtige Größe ist. Ist ein Vermögensverwalter daran interessiert, ihre Anlagen regelmäßig umzuschichten (weil er daran verdient) besteht ein Interessenskonflikt, den Sie nicht gewinnen können. Aus demselben Grunde sollten Sie Bankberater meiden: Diese werden von Ihren Vorgesetzten nämlich nicht aufgrund Ihrer Performance bewertet, sondern auf der Basis ihres Deckungsbeitrags, also des Umsatzes pro Kunden.

Wer soll Sie beraten?
Bei einem konservativen Anleger steht die Sicherheit im Vordergrund. Sicherheit entsteht immer dann, wenn man genau weiß was man tut, dass es das Richtige ist, dass man im Plan ist und dass man ein Ziel auch tatsächlich erreichen kann. Entsprechend sind für diese Anlagenkategorie Finanzplaner eigentlich immer die erste Wahl.

Wenn es nur um die Anlage geht, können auch unabhängige Vermögensberater oder eine Honorarberatung durch eine Bank Nutzen bringen. Die Frage ist nur, ob der mögliche Mehrwert einer Vermögensberatung die Kosten rechtfertig. Das dürfte wahrscheinlich nur bei Vermögenswerten über einer halben Million der Fall sein.

Wir raten konservativen Anlegern, ganz bewusst auf eine kollektive Vermögensverwaltung zu setzen. Damit macht es keinen Sinn, sich an einen professionellen Vermögensverwalter zu wenden.

Ebenfalls als No-Go betrachten wir die „Beratung“ durch eine klassische Bank. Die Erfahrung lehrt, dass Anleger hier nicht ernst genommen werden. Weder findet eine auf den Kunden fokussierte Beratung statt, noch hat der Berater für den Beratungsprozess die erforderliche Zeit. Am schlimmsten ist jedoch, dass Banken und Sparkassen bewiesen haben, dass Ihnen der eigene Vorteil im Zweifel immer mehr bedeutet, als der Kundennutzen. Selbst wenn Sie einen loyalen und vertrauenswürdigen Bankberater finden, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass diese Verbindung auf Dauer stabil ist. Gerade Kontinuität ist jedoch bei einem konservativen Anleger besonders wichtig.

Was darf eine Beratung kosten?
Das kann nicht pauschal gesagt werden. Es ist falsch, sich auf die nominale Höhe der Beratungskosten zu fixieren. Wichtig ist das Verhältnis von Nutzen zu kosten. Bringt eine Beratung einen hohen Nutzen (in Form von Mehrertrag, Sicherheit, Planungssicherheit), darf sie auch entsprechend kosten. Wichtig ist einfach, dass der Vorteil höher ist wie die Kosten.

Vollmachten

Die Zeiten, in denen man frei nach Kostolany nach erfolgtem Investment eine Schlaftablette nehmen sollte, sind seit einigen Jahren vorbei. Heute muss man darauf achten, Verluste zu vermeiden und wenn das nicht mehr möglich ist, sie zu begrenzen. Das sollte auch dann geschehen, wenn man dazu nicht selber in der Lage ist.

Warum ist eine Vollmacht sinnvoll
Die Zeiten ändern sich. Das gilt auch oder gerade auch im Finanzbereich. Seit die Notenbanken scheinbar natürliche Marktgesetze außer Kraft gesetzt haben, Computer Geschäfte automatisch und in einer unvorstellbaren Geschwindigkeit abwickeln, Geld im Überfluss vorhanden und noch mehr Geld, das einzig erstrebenswerte darstellt, haben nicht nur die extremen Ausschläge an den Börsen zugenommen, sondern auch deren Häufigkeit.

Nach wie vor ist es aber einfacher Verluste zu minimieren, wie entstandene Verluste wieder zu korrigieren. Deshalb muss bei einer individuellen Vermögensverwaltung jederzeit gewährleistet sein, dass man reagieren kann. Und wenn man nicht reagieren kann, dann sollte das jemand anderes tun können. Und zwar schnell.

Wann ist eine Vollmacht zu vergeben
Für konservative Kapitalanleger ist eine allgemeine Verwaltungsvollmacht nicht sinnvoll. Sie verleitet die Berater dazu, ohne Rücksprache mit dem Kunden das Portfolio zu drehen. Umschichtungen sind aber in den meisten Fällen lediglich Kostentreiber und bringen dem konservativen Anleger keinen Vorteil.

Wir empfehlen darum konservativen, eine kollektive Vermögensverwaltung einzurichten. Hier wird für eine große Zahl von Anleger das Vermögen verwaltet. Das Management wird für die Performance bezahlt und nicht für die Umsätze. Hier ist die Vollmacht zum Handeln also bereits vergeben.

Wir entgegen unserer Empfehlung das Portfolio durch einen Vermögensverwalter individuell betreut, so ist durch eine Vollmacht sicherzustellen, dass der Vermögensverwalter im Notfall reagieren kann. Vereinbaren Sie aber in diesem Fall vertraglich, dass solche Umschichtungen wirklich nur zur Sicherung des Vermögens automatisch vorgenommen werden dürfen und alle anderen Entscheide nur nach Absprache.

Sicherheit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten seine Vermögen gegen Verluste abzusichern. Nicht jede ist sinnvoll, nicht jede wirkt wie gewünscht und nicht jede ist notwendig. Manchmal bedeutet der Versuch Sicherheit zu gewinnen sogar, dass man alles noch schlimmer macht.

Generell gilt, dass die höchste Sicherheit erreicht wird, wenn man seine Vermögensanlage mit Bedacht und Verstand wählt. Dazu gehört die geeignete Planung. Dazu gehört die intensive Prüfung der Anlage. Dazu gehört, dass man den Markt kennt und in die richtige Produktkategorie wählt.

Nachfolgend zeigen wir die geeigneten Sicherheitsmaßnahmen für konservative Anleger.

Was brauche ich an Sicherheit?

Sicherheit kostet Geld. Immer! Deshalb ist es wichtig, dass man sich ganz genau überlegt, welche Sicherheitsstufe für das persönliche Wohlbefinden notwendig ist.

Am sinnvollsten ist, wenn man die Sicherheit nicht in Prozent pro Anlage definiert, sondern über das ganze Vermögen.

Beispiel: Wenn eine bestimmte Anlage nur 1 % eines Vermögens ausmacht, macht auch eine Wertschwankung von 50 % niemandem Weh. Ein Kurssturz von 5 % einer Anlage, die die Hälfte des Vermögens ausmacht, kann in einem konservativen Portfolio aber schon zu viel sein.

Keep it simple
Die einfachste Sicherung ist absolut kostenlos und vermeidet viele, teure Missverständnisse: Investieren Sie nur in Kapitalanlagen, welche Sie verstehen. Lassen Sie die Finger vor unübersichtlichen Konstruktionen. Gehen Sie niemals davon aus, dass die zuständigen Fachleute diese Konstruktionen besser verstehen wie Sie. Schon gar nicht Ihr Bankberater.

Halten Sie Ihre Vermögensanlagen einfach und verständlich. Je einfacher, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass auch die sogenannten Experten den Überblick behalten.

Risikostreuung
“Lege nicht alle Eier ins selbe Nest”, ist eine Sicherungsmaßnahme, welche ebenfalls nichts oder kaum etwas kostet. Ausfälle kann es immer geben – auch bei konservativen Wertanlagen. Wenn man das Risiko aber verteilt hat, ist man immer nur von einem Teilausfall betroffen. Diese Weisheit gilt übrigens auch bei Bankguthaben – falls das Vermögen die gesicherten Höchstbeträge überschreitet.

Man kann es mit der Risikostreuung aber auch übertreiben. Wer zu viele Positionen hält, verliert den Überblick und kann ggf. nicht rechtzeitig handeln. Gerade konservative Anleger wollen sich ja eigentlich nicht ständig mit ihren Anlagen beschäftigen …

Risikostreuung kann auch zu einer scheinbaren Sicherheit führen. So macht es keinen Sinn, das Risiko auf mehrere Anlagefonds zu verteilen, wenn diese dasselbe Anlagespektrum abdecken … Wenn der Markt aus irgendeinem Grunde abschmiert, wären dann trotz vermeintlicher Risikostreuung alle gleich betroffen.

Trügerische Sicherheit: Zertifikate
Zertifikate sind in Zeiten tiefer Zinsen eine scheinbar attraktive Alternative zu konservativen Anlagen. Meist bieten diese Wertpapiere ein beschränktes Gewinnpotential (z. B. 8 %), aber ein unbeschränktes Verlustrisiko. Doch selbst wenn sie eine Verlustgarantie verbrieft haben, sind Zertifikate eine unsichere Wette.

Eigentlich dachten wir, nach der Lehmann Pleite und der anschließenden Finanzkrise sei dem Hintersten und Letzten klar geworden, dass Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen sind, welche jeden Wert verlieren, wenn der Emittent Pleite geht.

Prozesse wurden geführt, viele Banken (auch Sparkassen …) mussten Entschädigungen zahlen, weil sie falsch beraten haben und die Anleger sich darum fälschlich in Sicherheit gewiegt haben. Hat nichts genützt: Der Zertifikatshandel blüht wie eh und je. Wahnsinn.

Konservative Anleger lassen die Finger von solchen Papieren!

Garantien / Garantieprodukte
Konservative Anleger lieben Garantien. Leider verstehen viele nicht, welche Garantie sie eigentlich erworben haben und sind dann enttäuscht, wenn sie im Ernstfall trotz Garantie auf Verlusten sitzen.

Es ist wichtig zu wissen, dass Ihnen niemand freiwillig Ihr Risiko abnimmt – außer sie bezahlen ihn dafür. Garantien kosten also immer Geld. Ob sie das Geld wert ist, muss ebenso geprüft werden, wie das Anlagemodell, welches hinter der Kapitalanlage steht. Leider sehen viele Bank-, Finanz- und Vermögensberater Garantien lediglich als Verkaufshilfe und nicht als Risiko- und Kostenfaktor.

Lassen Sie sehr genau erklären, wie der Garantiemechanismus funktioniert. Wenn Ihnen die Antwort nicht plausibel erscheint oder Sie feststellen, dass Ihr Berater oder Verkäufer nicht 100 % sicher ist, lassen sie die Finger davon. Sie tun sich einen großen Gefallen, wenn Sie bei Garantien grundsätzlich davon ausgehen, dass sie nichts wert sind, und zwar so lange, bis man Ihnen das Gegenteil beweist.

Leider reagieren die Menschen aber genau umgekehrt, wenn sie mit dem Wort „Garantie“ konfrontiert werden.

Versicherungsgarantien
Es gibt grob drei Formen von Garantien von Versicherungsprodukten

  • Die klassische Garantie einer deutschen Lebensversicherung, welche durch einen Deckungsstock dargestellt wird.
  • Konzeptionelle Garantien, bei denen eine Vermögensanlage so konstruiert ist, dass sie Sicherungsmechanismen beinhaltet.
  • Garantien, welche im Prinzip wie eine Schadenversicherung funktionieren und für welche Sie eine Risikoprämie zu zahlen haben.

Klassische Lebensversicherungen

Die klassischen Lebensversicherungsprodukte haben über viele Jahrzehnte bewiesen, dass sie in der Lage sind, die Garantien, Kraft gesetzlich verankerten Anlagevorschriften, einzuhalten. Diese Garantien gelten weiterhin, auch wenn sie subjektiv betrachtet weniger attraktiv sind wie früher. Der Preis für diese Garantie besteht in einer tieferen Rendite. Jetzt, da die Zinsen von konservativen Kapitalanlagen nahe oder bei null liegen, wird das natürlich zum Problem. Trotzdem sind klassische Lebensversicherungen weiterhin eine der sichersten Anlageprodukte, die der Markt zu bieten hat, und rechnen sich je nach Laufzeit mehr als manch andere vergleichbare Anlage.

Fondspolicen

Fondspolicen haben oft einen Sicherungsmechanismus, welcher dafür sorgt, dass in Krisenzeiten das Kapital so strukturiert wird, dass das garantierte Kapital auf jeden Fall gesichert ist. Leider führt das in der Regel dazu, dass die Anlagen im Krisenfall in einen sogenannten Zustand fallen, wo das Geld nicht mehr angelegt werden kann, sondern zur Sicherung der Garantie quasi in bar gehalten wird. Diese Produkte sind zu teuer, für das, was sie bieten. Ihre Kostenstruktur ist derart ungünstig, dass trotz Garantie am Ende meistens ein Verlust steht. Das ist ärgerlich. Nicht wegen des Verlustes an sich, sondern wegen der großartigen (nicht garantierten) Versprechungen, welche beim Vertrieb dieser Produkte gemacht werden. Finger weg!

Variable Annuities

Inzwischen gibt es eine Reihe von Produkten, welche unter dem Begriff „Variable Annuities“ laufen und vor allem im angelsächsischen Raum und in Japan sehr beliebt sind. Hier wird nur eine Garantie auf den Ablauf gegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt können sehr wohl Verluste auftreten. Diese Garantie funktioniert wie eine Risikoversicherung, für welche der Anleger eine Prämie bezahlen muss. Der Vorteil: egal was passiert, das versprochene Ziel wird erreicht. Weil jedoch das Kapital nach einem schweren Kurssturz nicht blockiert wird, kann sich der Wert danach wieder erholen, und wie sich wie eine normale Kapitalanlage entwickeln.

Verlustbegrenzung mit Stop Loss Mechanismen
Sicherheit bietet auch ein mechanisches Sicherungssystem, welches sie im Rahmen Ihrer Depotverwaltung nutzen können: der sogenannte Stopp Loss.

Mit einem Stopp Loss setzen Sie eine fixe Marke, welche den Verlust Ihrer Anlage durch den Verkauf der Werte ab einer bestimmten unteren Preisschwelle. Wird ein Stopp Loss zum Beispiel bei einem Kurs von 100 festgelegt, wird die Anlage automatisch verkauft, wenn der Marktpreis unter diesen Wert fällt. Die Frage ist zu welchem Preis.

Wenn Sie einen Stopp Loss setzen und dieser unterschritten wird, geht die Anlage bestens (zum besten Angebot nach Verkaufsfreigabe) in den Verkauf und wird liquidiert, sobald jemand einen Preis dafür bietet. Dieser Preis liegt nicht etwa fix bei 100, sondern kann je nach Marktlage deutlich tiefer sein. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn irgendein Verrückter sein Flugzeug ins Weiße Haus steuert. In solchen Fällen sinken die Preise innert Sekunden massiv. Es gibt immer irgendwelche Leichenfledderer, welche nur auf diesen Moment warten und für diesen Zweck extrem tiefe Kaufangebote eingestellt haben. Je kleiner der Markt eines Wertpapiers ist, desto größer die Gefahr, dass eine solche Schnäppchenjagt erfolgreich sein kann.

Mit einem sogenannte Stopp Loss Limit, kann dieses Unglück verhindert werden. Zwar wird auch hier das Teil in den Verkauf gegen, wenn ein unteres Limit unterschritten wird, gleichzeitig wird aber auch ein Mindestverkaufspreis festgelegt. Ein Verkauf tief unter Wert ist dann also nicht mehr möglich. Allerdings kann das auch dazu führen, dass der Verkauf nicht ausgelöst wird und der Sicherungsmechanismus versagt.

Noch einmal: Für Anlagen, welche nicht ein relativ hohes Handelsvolumen aufweisen, ist diese Form der Sicherung nicht geeignet.

Ebenfalls nicht geeignet ist ein Stopp Loss für Optionen, weil es hier regelmäßig zu hohen Wertschwankungen kommt. Für konservative Anleger sind Optionen allerdings sowieso kein Thema.

Passende Kapitalanlagen

Wenn die oberste Prämisse darin besteht, keine Verluste auf dem Vermögen einzufahren, steht einem konservativen Anleger auf absehbare keine große Auswahl an möglichen und vor allem sinnvollen Anlagen zur Verfügung. Mit der reinen Lehre muss man sogar damit rechnen, dass die einzige Garantie einer konservativen Vermögensanlage im steten Verlust an realer Kaufkraft besteht.

Trotzdem gibt es attraktive Anlagemöglichkeiten. Voraussetzung ist allerdings, dass man Kompromisse schließt. Ein solcher Kompromiss könnte sein, dass man das Vermögen so aufteilt, dass jener Teil, der langfristig (>12 Jahre) angelegt werden kann ausgeschieden wird langfristig angelegt wird.

Für diesen Bereich empfehlen wir ein Garantieprodukt der Kategorie Variable Annuities. Auch hier ist aktuell das Angebot an möglichen Anlagen zwar nicht sehr groß, aber ziemlich interessant.

Bitte beachten Sie, dass unsere Empfehlung kein Verkaufsangebot darstellt und wir auch keine allgemeine Aussage bezüglich der Eignung für Ihre persönliche Situation treffen können. Wenn Sie an unserer Empfehlung interessiert sein sollten, wenden Sie sich bitte an Ihren Berater. Sollten Sie über keinen passenden Berater / Beraterin verfügen, vermitteln wir Ihnen gerne einen entsprechenden Kontakt in Ihrer Nähe.

Das Fazit für konservative Anleger

Besonders konservative Anleger müssen sich an den Gedanken gewöhnen, dass mit klassischen Anlageprodukten in ihrem Segment (Sparbuch, Tagesgeldkonto, Tagesgeld, Anleihen) kein Staat mehr zu machen ist. Gut möglich, dass mit sog. Sicheren Anlagen zukünftig nicht nur ein Kaufkraftverlust verbunden ist, sondern sogar ein nomineller Verlust, weil Strafzinsen erhoben oder negative Renditen im Tausch für Sicherheit geboten wird.

Bereits mit einer kleinen Finanzplanung erhalten konservative Anleger jedoch ein Hilfsmittel in die Hand, welches ihnen erlaubt Ihr Vermögen zwar auf den Punkt hin abzusichern (garantierte Auszahlung zum Stichtag), obwohl während der Anlagedauer Wertschwankungen sehr wohl möglich sind.

Solche auf den Punkt versicherte Anlageprodukte brillieren nicht nur durch eine sorgenfreie Ablaufleistung: Sie ermöglichen gleichzeitig auch eine steueroptimierte Nachkostenrendite deutlich über der Inflation. Dank ihrer flexiblen Vermögensverwaltung ohne Einschränkungen wegen Garantieverpflichtungen, kann eine solche Versicherungslösung auch rasch auf zukünftige Entwicklungen reagieren.

Für konservative Anleger bilden solche Variable Annuities eine ideale Möglichkeit, zumindest ihren langfristigen Anlagebedarf ohne Angst vor unkalkulierbaren Risiken zu stillen. Bei den kurzfristigen Anlagen hingegen, gibt es angesichts des Risikoprofils für konservative Anleger auf absehbare Zeit keine sinnvollen Anlagealternativen.